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Die Beschreibung des fernem Verlaufs der Venen habe ich im 242. §. meiner Gefäfslehre geliefert.
Fünfte Figur.
Augenlieder der linken Seite, weit voneinander gezogen, aus einem jungen Manne.
Zufolge ihrer Bestimmung liefert diese Figur, aufser einer richtigen Zeichnung, von einer wohlgebildeten Augenbraune, noch insbesondere eine sehr genaue Abbildung, der Reihen der Augenwimpern, der auf den Rändern befindlichen Mündungen der Schmalzdrüfschen, des Zusammenhanges beider Augenlieder an den Winkeln, oder des Ueberganges des Randes des oberen Augenliedes in den Rand des unteren.
Um dieses gehörig zu bewerkstelligen, mufsten die Augenlieder nicht nur möglichst weit auseinander gezogen, sondern zugleich ihre Ränder etwas nach vornen zu umgewendet werden.
Dadurch werden die Falten b. k. ungewöhnlich tief, und die Oeffnung oder der Schlitz der Augenlieder wird rundlicher, dafür aber etwas kürzer.
Die Löcherchen, oder die Fächerchen der Haut, in welchen die Augenwimpern haften, erscheinen am oberen Augenliede weit zahlreicher, und mitunter weit gröfser als am unteren* Doch wechseln in der Mitte der Länge der Augenlieder weite Löcherchen mannichfaltig mit engeren ab.
Die Mündungen der Schmalzdrüfschen liegen gewöhnlich in einer förmlichen Bogenlinie, und befinden sich durchaus etwas näher an der inneren als an der äufseren Lippe der Ränder.
Die Thränenpunkte, oder eigentlicher, die Anfangsmündungen der Thränen- ableiter, zeichnep sich nicht nur durch ihre Gröfse, sondern auch durch das eigene Wärzchen oder Zäpfchen, in dem sie sich befinden, auffallend von jenen Mündungen aus.
Den innern Umfang von d . e. tu m . oder die Vertiefung um die Karunkel, nennt man auch wohl den Thränensee.
a. Augenbraune.
Z>. Falten des etwas umgewendeten oberen Augenliedes.
c . Lücken oder Löcherchen der Haut nach ausgerissenen Augenwimpern des oberen
Augenliedes.
d. Oberer Thränenpunkt.
e. Oberer Schenkel des inneren Augenwinkels.