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die mittelst der linearischen Figuren gegebene genauere Erklä­rung zu befriedigen.

So glücklich sich alles bis dahin gefügt hatte, so grofse Schwie­rigkeiten kostete es, die Tafeln in Kupfer zu bringen. Meine Herren Verleger schonten weder Kosten noch Mühe* und doch währte es mehrere Jahre lang, ehe man damit zu Stande kam. Bruchstücke herauszugeben und Nachlieferungen zu versprechen, oder gar mit misrathenen Platten sich zu entschuldigen, komite ich nicht über mich gewinnen.

Der berühmte Verfasser der wunderschönen Zergliederungen der Schaalenthiere beyder Sicilien, Herr Poli zu Neapel, hatte durch Vermittelung Herrn Legationsraths Gerning die Gefäl­ligkeit die erste und fünfte Tafel unter seiner Aufsicht von seinem trefflichsten Künstler, Herrn Scarpati, stechen zu lassen. Beyden statte ich für die mir hiedurch bewiesene Güte den verbindlichsten Dank ab.

, Tafeln, Text und manche Platten waren bereits beendigt, als ich die Tabula Baseos Kncephali in gleichem Format und son­stigen Einrichtung, als einen Prodromus dieser Tafeln, denen nach und nach die Tafeln der übrigen Sinnesorgane folgen sollen, herausgab. Diese Abbildung des Hirnes steht mit gegenwärtigen Abbildungen in so naher Verbindung, dafs die vierte Tafel direkte Fortsetzungen von ihr darstellt.

Wie endlich jede mit Liebe fortgesetzte Untersuchung eines wissenschaftlichen Gegenstandes, bald auf Entdeckung allge­meiner Wahrheiten leitet, so fehlte es auch nicht bey Gelegen­heit dieser Schilderungen des menschlichen Auges an Enthül­lung manches allgemeinen, physiologischen Satzes, und neuer Darstellung allgemein geltender Eigenschaften der Nerven, Ar­terien und so ferner. So ist, meines Wissens neu, die Betrach­tung über die allgemeine Verschiedenheit zwischen der männ-