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ich mich dieser, mit Cacaobutter statt des Schweineschmalzes bereiteten Salbe. Denn da es wohl nicht einerley ist, wo man bey diesem Zufalle das Quecksilber einreibt, sondern da offenbar das Mittelfleisch der vor­züglichste Platz dazu ist, so mufs man denselben, so viel möglich, in dieser Absicht zu schonen suchen. Die tiefen Saugadern des Mittelfleisches nämlich dringen, wie Mascagni deutlich genug zeigt, an den Arte­rien ins Becken, folglich kommt hiedurch auch das Quecksilber so nahe als möglich an die Stelle, oder an die Prostata, wo es hauptsächlich, durch Beförderung der Wiederaufnahme eines nicht dahin gehörigen Stoffes, wirken soll. Mitunter lasse man auch die flüchtige Salbe ins Mittelfleisch einreiben. Auch ^Spanische Fliegenpflaster hat man mit Nutzen aufs Mittelfleisch gelegt, um die Saugadern zu vermehrter Thätigkeit aufzu­reizen ; ja selbst ein Haarseil hat man in gleicher Absicht durchs Mittel­fleisch gezogen.

Selbst ohne allen Verdacht von venerischem Gifte sind die näm­lichen Mittel auch gegen die scirrhose Prostata bey Männern von arthriti- scher Constitution anzuwenden. Insbesondere rühmt Barthez a ) noch aus eigener Erfahrung bey Verhärtungen der Prostata aus diesen Ursachen ganz vorzüglich kleine Klystiere aus Ruta, Cicuta und Hyosciamus mit Salmiac, nebst la bis 18 Blutegeln ans Mittelfleisch.

Es braucht wohl kaum einer Erwähnung, dafs der Patient eine gute Lebensart beobachten, jede Erhitzung, so wie selbst jede heftige Gemiiths- bewegung, möglichst vermeiden müsse.

Ist die Geschwulst der Prostata scrophulÖsen Ursprungs, so empfiehlt man Seewasser, gebrannten Meerschwamm nebst einem Haarseile im Mittelfleische.

Innerlich brauche man Schierlingskraut in grofsen Dosen, am besten das Pulver derselben , mit Honig zur Latwerge gemacht; Absud von Schierling mit Peruvischer Binde ist das einzige Mittel, auf welches He­berden

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a ) Sur les maladies goulteuses. \ r ol. II. S. 33i.