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nen, so wie sie auch Andere a ) für eine Folge der Hämorrhoiden er- klärten.

§. 84.

Die Quellen der activen Blutungen der Harnblase scheinen haupt­sächlich in ihren Arterien gesucht werden zu müssen, wiewohl auch die Venen das Ihrige dazu beytragen mögen, da man sie in Leichnamen offen­bar von Blut strotzend oder varicos angetroffen hat *).

§. 85 .

Das Blutharnen erscheint zuweilen periodisch, besonders wenn es die Stelle der Mastdarmhämorrhoiden vertritt. Man sieht es daher alle drey c ), oder vier d ) Wochen regelmäßig wieder kommen.

§. 86 . .

Das liiebey abgehende Blut ist bald mit Urin vermischt, bald unver­mischt oder reines Blut, daher bisweilen hell-, bisweilen dunkelroth, bisweilen flüfsig, bisweilen zum Theil geronnen. Selten geht das Blut ohne Schmerzen und andere Zufälle ab, sondern gemeiniglich sind damit Blasenkrampf (§. 12.), grofser Schmerz, Beängstigung, Ohnmacht, kal­ter Schweifs, kalte Gliedmafsen u. s. f. verbunden; bisweilen legen sich geronnene Stückchen vor die Oefnung in die Harnröhre, und verursachen beschwerliches Harnen, ja förmliche Harnverhaltung (§. 12. und 19.).

Die Erscheinungen bey der Leichenöffnung eines am Blutharnen Ge­storbenen beschreibt unter andern Neueren Tartra ®).

«) Richter Wundarzneykunst. VI. Band. §. 53g.

0 Morgagni de sed. et caus. morb. Siebers Versuche einer chirurgischen Gesellschaft in Kopenhagen. W a e tir a. a. O. § 3^.

Schwertser ia Richters Chirurg. Bibliothek. Band V. S. 552. d ) Reil a. ang. O.

Bulletin des Sciences par la Societe philomatique, An 7 . N, 22 .