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wisser Gegenden von Sleinbeschwerden, z, B. in Hannover ist Steinbeschwerde unerhört, Verdickung der Harnblase hingegen nicht selten. — 4) Mittelst des Nachfiihlens durch den Mastdarm, wo sich diese Verdickung doch selten gerade so $!fc£frihart an fühlt. Indessen bleibt, wie schon oben erwähnt worden, die Unterscheidung immer schwer, in Gegenden, wo der Stein häufig vorkommt*
§• 77 -
Die Ursachen, welche geradezu eine solche Verdickung der Harn- /• blase veranlassen, sind nicht ganz deutlich ausgemacht. Gewöhnlich scheint sie durch heftige und häufige Anstrengungen bey beschwerlichem Harnlassen, oder durch einen Druck, oder durch eine Pressung im gefüllten Zustande, zwischen dem Harne und den benachbarten Theilen zu enu stehen, gerade wie apdl €re Theile unter ähnlichen Umständen gleichfalls eallÖs werden. Vielleicht tragen auch der Genufs scharfer oder sauerer Getränke, und des Branntweins das Ihrige dazu bey; wahrscheinlich auch^ die reizende Gichtmaterie, welche bekanntlich andere Theile ansehwellen \
oder knollig macht; wahrscheinlich auch venerisches Gift»
§• 7 d*
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An der Heilung einer verdickten Harnblase mochte ich doch, nach dem was ich davon gesehen, nicht mit Wichmann gerade zu ver-^ zweifeln» Denn welche beträchtliche, fast knorpelartige, unempfindliche, < kurz wahrhaft callose, chronische Härte und Verdickung sieht man nicht^ z. B. au der Vorhaut, welche mit der Harnblase zunächst -gewissermaßen^-
verwandt
einer *
guten Lebensordnung, gänzlich verschwinden? Ich finde daher auobanc* Gilchrists *) Versicherung, sie durch Quecksilber-Pillen geheilt za ^ haben, gar nichts unglaubliches. W i ch m ann's starker Ansspruch: ff „Wirklich hiefse es auch” die Verhärtung der Häute bey alten Leuten heben ^ oder verbessern wollen „alte Leute wieder jung maicheu”, führt mich dl
f ■£ '%-vz . ^
*) Essa y s Observation, o. a. S. of Edinburgh. Vol. III. p. 471.
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