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Blasenstich über den Schambeinen.

§. 66 .

D en Blasenstich über den Schambeinen selbst verrichtet man in dem Falle, dafs man sich ganz deutlich, besonders durch magere Bauch­decken , von der Schwappung der über die Schambeine hinauf ausgedehn­ten Harnblase überzeugt hat, höchst einfach, durch unmittelbaren Einstich (eines mit einem silbernen elastischen, oder wenn solches nicht in Bereitschaft wäre, steifen Röhrchen versehenen, sehr wenig gekrümm­ten Troikars) in die Bauchdecken, ein Paar Finger breit mitten über dem oberen Rande der Schambeine, welche Stelle man vorgängig sauber hat ab- scheeren lassen. Nach weggezogenem Stilet, leert man durch das Röhr­chen den Harn aus, bringt darauf ein elastisches, oder aus Federharz be­reitetes, mit einem Stöpsel versehenes Röhrchen, oder einen sogenannten hohlen elastischen Catheter durch das silberne Röhrchen des Troikars in die Blase, zieht über solches das silberne Röhrchen weg, und befestigt je­nes auf eine schickliche Weise. Während des Einstechens und der anfäng­lichen Ausleerung des Harnes kann der Patient sich auf einem Sessel befin­den, und nachher allenfalls zur bequemeren und vollständigeren Ausleerung des Harnes, sich seitwärts auf einem Ruhebette so legen, dafs die Scham- gegend etwas tiefer als der Hintere zu liegen kommt.

Ist hingegen die Schamgegend sehr fett, so ist es besser, vorher einen Einschnitt zu machen, nöthigenfalis auch die Pyramidalmuskeln von ein­ander zu trennen, und nun erst, nachdem man sich von der Gegenwart der Blase vergewissert hat, mit dem Troikar auf obige Art den Einstich zu machen.

Nicht zu vergessen ist hierbey A. Portals *) wichtige Berner-

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') Memoires de l'Academie royale des Sciences & Paris. 1773.