brauchen. Auch den Aufgufs der Yirga aurea rühmt B arThez aus eigener Erfahrung.
Dafs die Unmöglichkeit, den bey alten Männern gemeiniglich scharfen Harn-vorn Geschwüre abzuhalten, die Heilung erschwert, bedarf wohl nur einer Erwähnung.
Treten Niedergeschlagenheit oder sonst die Lebensthätigkeit schwächende Umstände ein, so gebraucht man Terpenthin mit Arabischem Gummischleim und Siifsholzspänen zu Pillen gemacht. Wenigstens schrieb schon Turnus b ) die Heilung eines Blasengeschwürs dem Terpenthin zu, welcher bekanntlich dem Harne bald einen Veilchen-Geruch mittheilt.
Oder man kann auch den Copaiv-Balsam anwenden c ); defsgleichen den ‘Absud der Peruvischen Rinde. Man macht milde, ölige Einspritzungen in die Blase, entweder geradezu d ), oder mittelst eines hohlen Cathe- ters e ). Le n tin empfiehlt dazu eine dünne Auflösung von Hausenblase mit etwas zerflossenem Myrrhenöl. — Das Myrrhenöl würde ich doch •weglassen.
• Auf eine regelm'äfsige Leibesöffnung mufs ganz besondere Rücksicht genommen werden. Da man aber sowohl alle hitzigen als salzigen Abführungen in diesem Falle vermeiden mufs, so wählt man dazu Oleum Ricini und Manna, nebst erweichenden, aber äufserst vorsichtig beygebrachten Klystieren. Zu diesem Zwucke richtet man noch besonders die Diät ein, läfst den Patienten reifes , gekochtes Obst, zeitige Trauben, mildes schleimiges Getränke, zartes, mildes, leichtes F leis ch, nicht Wildpret, ausser etwa wenigem, ganz frischein gemessen. Jedoch darf man, selbst bey
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a) Sur les Maladies goutteuses. Tom. II. § 84. h) Observationes medicae, Lugd. Batav. 1716.
0 Medical Commentaries of Edinburg. Vol. X, d) New London Medical Journal. Vol. I.
J. Martins Observationes. Ulm. 1668. empfiehlt sie schon, doch hat in den neuesten Zeiten Jesse Foot ganz unglaublich viel mit Einspiiitzungen ausgerichtet. S. seine practische Fälle u. s. f. 1804.