Wendet man diese Erfahrung auf die Aufbewahrung des Brannteweines oder seihst des Weines in Fässern von Tannenholz an, so läfst sich leicht schließen, wie mir auch die Erfahrung zeigte, dafs der Abgang an Wein und Branntewein desto gröfser seyn werde, je länger man ihn in solchen Fässern aufbewahrt. Man sieht zugleich, was man eigentlich von dem sogenannten Auf­oder Nachfüllen des Weines zu halten hat, und dafs bey näherer Prüfung esr mit der Veredlung des Weines durchs Alter v\ohl seine Gränzen haben möchte.

4* Thierische Häute, z. B. Blasen von Schweinen, Rindern, Amnios , Schwimmblasen von Fischen, sie mögen vollständig oder geschält seyn, sie mögen einfach oder mit Hauseriblasen - Auflösung bestrichen seyn, lassen den Weingeist nicht gerade so, wie er ist, durch, sondern einen Bestandthcil desselben mehr als den andernj verhältnifsmäfsig nämlich, unter gleichen Umständen, leichter sein Wasser als seinen Alkohol.' Mir scheint diese ganz zuverläfsige, durch alle fünf Reihen von Versuchen auf die augenscheinlichste Weise erprobte Erfahrung neu und beachtenswerth. Wenigstens ist mir bis jetzt nicht bekannt geworden, dafs. Jemand dieses so ausgesprochen hätte, ungeachtet ich selbst mehrere^Tnatsachen an­führen werde, die damit harmoniren. Auch mir wäre diese Erfah­

rung wahrscheinlich Vergleichung leitet hätte.

entgangen

wenn

mich

nicht die gleichzeitige

der Rindsblase mit Federharz - Membranen darauf ge*

Je dickere oder dichtere thierische Häute oder Blasen man anwendet, desto auffallender ist beyin Verrauchen oder Verfliegen des Weingeistes der Unterschied. Wenn daher in der vierten Reihe von Versuchen in N° z. durch ein Stück gewöhnlicher Rindsblase ein Drittel vom Weingeiste verflog, und um z Grad an Qualität stärker war, so verflog durch ein anderes Stück der nämlichen Rindsblase, w r eil es mit Hausenblasen-Auflösung bestrichen, folglich

dadurch