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Merkwürdig war in diesen Versuchen; 1° dafs, ungeachtet die Haut aus Federharz N° 2. 3. 4 * genau über die Mündung des Glases gespannt, und durch Bindladen dicht anliegend gemacht worden war, man dennoch den Geruch des Alkohols durch selbige spürte.

2. Beschlug N° 1. gerade wie N? 7., desgleichen N° 10., so auch N° 2. 3. /p, doch weniger. N« 5. 6. 0. 9. 11. dagegen be­schlugen nie.

3. Zeigte sich nun überzeugend deutlich in N° 7., dafs Fe­derharz Wasser nicht durchdünsten läfst.

4 * Federharz liefs von 64 grädigem Weingeist mehr Alkohol als Wasser durch, wie N« 3. 3.

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5. Rinderblase läfst 62grädigen Weingeist durchdünsten, ge­rade so, wie er ist.

6. Näherte sich aber der Weingeist dem reinen Alkohol, z. B. war er 9 jgrädig, so verflog doch mehr Alkohol durch Rind^c- blase, als durch Federharz, wie N° 11. mit N° 10. verglichen beweist.

Da mir aber dreyfsigjährige Erfahrung bestätiget hatte, dafs zur Aufbewahrung gewöhnlicher anatomischer Präparate, z. B. von Embryonen, Sinnorganen u. s. f. 3ßgrädiger Weingeist die besten Dienste leistete, so entschlofs ich mich, solchen Weingeist insbeson­dere durch eine eigene Reihe von Versuchen zu prüfen.

Vierte