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Boerhaavek) quod si febris cum calore et impetu magno accedat, tunc prosit, 'et si sit pe­riodica intermittens, tertiana vel quartana, tunc fere indubitato tollit morbum. Patet ergo, quod ab excitata febre tota fere curatio pendeat.

Ein plötzlich aus irgend einer Urfache ent- ftehender heftiger Schmerz in den gelähmten Nerven hebt daher diefe krankhafte Befchaffen-

heit, weil er neues Leben in diefelben bringt.

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Das kribbelnde, liechende Gefühl in einer durch das fogenannte Einfchlafen betäubt ge- wefenen Gliedmaße, oder die brennende Em­pfindung bey der Wiederkehr der Wärme in Finger, welche von Frolt ganz erftarrt waren , kann diefen Satz gewißermaßen durch eine Ap­pellation ans eigene Gefühl erläutern.

Dafs umgekehrt, ein folcher Schmerz, wenn er einen gefunden Nerven angreift, Lähmung bisweilen zurückläfst, fteht hiemit gar nicht in Widerfpruch, nach dem, was im 65. §, ange­führt.

k) De morbis nervorum, pag. 71g et 733^