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Ausser den allgemeinen Zeichen, welche einen Bruch verrathen, fühlt a) bey einer Vaginal- Hernia die Patientin»^ daß ihr etwas in die Scheide gerathen ist; b) findet der untersuchende Finger des Wundarztes eine (Geschwulst in der Scheide; c) sind gemeiniglich dabey Colikschmer- zen; c!) verkleinert oder verschwindet eine solche Geschwulst, wenn man sie mit dem Finger gehö- rig wegdrückt; e) der Muttermund ist frey, und steht in keiner Verbindung mit der Geschwulst.

6) Von dem einfachen, für sich bestehenden Vor­fälle der Mutterscheide, unterscheidet sich die Herma vaginalis, a) Diese Hernia vagi­nalis bildet eine abgesonderte, rundliche Ge­schwulst, oder einen Sack ohne Öffnung der Vorfall dagegen, eine Art Wurst mit einer in der Mitte befindlichen Öffnung. b) Die Hernia vaginalis entsteht plötzlich, bey einer auffallen­den Gelegenheit der Vorfall dagegen langsam, anfangs fast unmerklich, c) Die Hernia verur­sacht Coliken, Harnverhaltung u. s. f. der Vorfall nicht, cl) Im Stehen, beym Anstren­gen, Husten, Niesen, Athem-Anhalten, wird die Hernia merklich größer und harter nicht so leicht und so schnell der Vorfall, e) Beym Lie­gen auf dem Rücken wird die Hernia vaginalis gemeiniglich kleiner und weicher, und verschwindet auch wohl gänzlich nicht so der Vorfall, f) Im Stehen nehmen bey einer Hernia vaginali die Colikschmerzen zu, und verschwinden im Liegen nicht so bey einem Prolapsus, g) Ist die Harn-