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Zelt erleidet, und daß die Frauenzimmer theils durch Schnürbrüste die Bauchhöhle verengen, theils durch Röcke den Unterleib zusammenziehen, und die in selbigem enthal­tenen Eingeweide gleichsam mit aller Gewalt gegen die frey hängende Scheide hinabftreifend drücken; so darf man sich wohl nicht wundern, daß die Scheide von den Einge- weiden des Bauches und Beckens zu einem Bruchsacke aus­gedehnt, und endlich sogar aus dem sinu pudoris, als ein wahrer Bruch, ans Tageslicht Herausgetrieben wird. Es giebt daher auch wirklich eine Menge Beyspiele von Mut­terscheidenbrüchen; ungeachtet der gelehrte Günz zu sei­ner Zeit nur sechs bis sieben Fälle kannte, weil in älteren Zeiten oft berniae vaginales für prolapsus vaginae galten. So sagt Heister *): Vaginae uteri hernia a recentioribus cognita est, esse illud ipsum vitium quod alias ,v a g i n ae prolapsum Medici appel- larunt.

Ant. Beneveni us?) scheint eine, Därme enthal­tende, hernia vaginalis beobachtet zu haben, wenn et schrieb: Vidimus feminam, de cujus vulva disrupta Intestina omnia profluxerunt, paucis diebus occu- buisse.

Cornelius Solinge? i) * 3 4 5 ) sah Ln der vorgefalle­nen Scheide die Harnblase bruchartig liegen.

Nach H. v. Haller *) wäre H.Smetius *) der

i) Institutionus cliirurgicae. Cap. CXX. p. 788. §. VI.

s) de abditis et admirandis morborum et sanationum causis Florent. 1607. Cap. 5 .

3 ) Manuele Operation de Chirurgie. Anist. 1914 p. 7Z7.

4) Bibliotheca chirurgica. Tom. I. p. 283 .

5 ) Miscellänea medica. Francofurti. tön.