I. Ranby l 2 ) beschreibt den, nach einem Stoße gegen den Bauch, entstandenen Bauchbruch (den er Nabelbruch nennt,) einer Frau, von der Größe eines Mannskopfs, welcher ein Drittel des Magens nebst einem Theile des Dünndarms und Dickdarms enthielt.

Auch Gilibert a ) gedenkt eines Bauchbruchs in der Nabelgegend einer Z^jahrigen Frau von der Größe eines Kopfes, wo die Därme mit dem Netze und Bauchfelle ver­wachsen waren.

So schildert Bauer 3 ) mit einer Abbildung einen Bauchbruch, welcher sich vorne von der Brust an bis zum Schaamhügel hin erstreckte, und bis auf die Knie herabhing.

Einen ähnlichen, großen, nach einer schweren Geburt, gleichsam durch eine Spaltung der ganzen weißen Linie entstandenen Bauchbruch beschreibt Mohrenheim 4 ). Dieser Bauchbruch erstreckte sich ebenfalls von den Brust­beinen bis zu den Schaambeinen herunter, und hatte die Gestalt einer länglichen Melone, wenn sich die Person vorwärts beugte, hingegen die Gestalt einer schmalen vor­stehenden Scheidewand, wenn sie sich gerade streckte.

F. Ruysch 5 ) beobachtete in einer Dame, welche bald, nach einem geheilten großen Abscesse in der unteren Gegend des Bauches, schwanger wurde, einengroßen Bauch­bruch. I7teruL foetu crescente tumens dilatabat hunc

1) Philos. Transactions. jj3i. N. 421. in § kskt's Über­setzung. Theil 2. S. 8g»

2) Am ang. Ort. N. 96.

3 ) Act. Phys. med. Vol. 2. Obs. 94. Tab. IV.

4) Beobachtungen verschiedener chirurgischer Vorfälle. Dessau 1782. zweiter Band.

5 ) Adversariorura anat. Decade 2. Amst. 1720.