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Chauvet *) bemerkte in einem Officiere, wahrirhein- lich als angebohrne Mißbildung, den Magen, die halbe Milz, nebst einem Theile des Colons in der Brusthöhle. Das Colon trat durch eine zweyte Öffnung wieder in den Unterleib. Beyde Öffnungen im Zwerchmuskel hatten knorpelige Ränder, und waren mit dem Darme verwachsen.
Leprotti fand, nach Morgagnis Zeugniß, in feiner L^ist. LIV. Art. n. de sedibus et causis mor- borum, wo er trefflich von Zwerchmuskelbrüchen handelt, ebenfalls als angebohrne Mißbildung, in einem alten Manne durch eine Lücke im Zwerchmuskel einen Theil des Colons in der Brusthöhle gelagert.
Folhergill * 2 ) schildert, höchst meisterhaft, die Zufalls, welche ein zehnmonatliches Mädchen erlitt, in deren Leiche sich ein angebohrner Zwerchmuskelbruch zeigte, wel- cher den Magen, den Dünndarm, den Blinddarm nebst dem wurmförmigen Fortsatze erhielt.
G. Macaulny 3 ) beschreibt sehr genau, mit vor- treflichen Abbildungen in Lebensgröße, zwey solche Fälle: i) einen wahren Zwerchmuskelbruch in einem kaum anderthalb Stunden alten Knaben, wo Magen, Milz, Pancreas, und der größte Theil des Darmkanales in einem Sacke des Bauchfells durch eine Spalte des Zwerchmuskels in die linke Brusthöhle gedrungen waren, 2) Einen wahren Zwerchmuskelbruch in einem Mädchen, welches % Stun-
j) Memoires de l’Acad. Ptoyale des Sciencesa Paris 172g.
2) Philosopliical Transactions Vol. 44. 1746. Nro. 478.
in Leöke' s Uebersetzung Theil 3. S. 22g.
Z) Medical Observations and Iuquiries. Vol. 1. Ai't. 4.