lich haben die mit Nabelbrüchen Behafteten eine geschwächte, schlechte,zum Fettwerden geneigte Constitution; meist sind es Weiber, welche oft schwanger waren, oder schwere Niederkünften ausstanden, oder Personen mit einem schlap­pen Hängebruche. 3) Gemeiniglich wirken die Ursachen, die zum Nabelbruche Gelegenheit geben, mehr oder we. niger fort; z. B. die Lebensart, die harte Arbeit, die Geneigtheit zum Fettwerden u. s. f.

§. 87.

Dieser nicht erfreulichen Prognosis ungeachtet, müs­sen wir uns doch nicht abhalten lassen, unser Heil zu ver­suchen ; und wirklich kann man in den meisten Fällen doch gar große Erleichterung schaffen.

Bey kleineren Nabelbrüchen also, die nur Einen oder höchstens ein Paar Zoll im Durchmesser halten, habe ich mich mit gröstem Nutzen, als des einfachsten Mittels, fol­gender Bruchbänder bedient. Eine der Größe und Gestalt des Bruches angemessene platte Pelotte, worinn man auch nach Monnikhoff's *) Vorschlag eine Spiralfeder anbringen kann, mit Roßhaaren gefüllt und mit Leder überzogen, wird auf ein ovales, der Form des Bruches ringsum den Nabel angepaßtes, sehr dünnes, schildför­mig ausgebogenes, das heißt nach außen convexes, nach innen concaves, mit zartem Leder oder Barchent gehö­rig ausgepolstertes Blech oder gebranntes Leder von vier Zoll Breite, befestigt, und an jeder Seite mit einem, zwey bis vier Zoll breiten, Gurte versehen. Wurde dieses höchst einfache Bruchschild gehörig angelegt; so schien es mir un-

1 ) Vorrede pßg- VH, a. a. O.