6o
S- R. Fischer theilte mir einen Fall mit, wo ein großer Nabelbruch anatomisch untersucht, und der von gebildete Bruchsack deutlich dargelegt wurde. Treffend urtheilt daher Richter *): „Es ist wirklich schwer zu begreifen, warum diese Brüche keinen Bruchsack haben sollten. Hinter dem Nabelringe liegt ebensowohl das Darmfell, als hinter der weißen Linie; und folglich kann durch den Nabelring eben so wenig, als durch eine Spalte neben demselben, irgend ein Eingeweide der Bauchhöhle dringen, ohne das Darmfell vor sich her in einen Sack auszudsh- nen" Fand man nun selbst in den größten Nabelbrüchen einen Bruchsack; so wird dieser, auch wohl in den mittleren und kleineren vorhanden seyn. Wenigstens fand ich in allen von mir untersuchten Fallen wahrer Nabelbrüche, ganz offenbar den vom Bauchfelle gebildeten Bruchsack. Aus Allem diesen ziehe ich nun den allgemeinen Schluß: daß die bewährtesten anatomischen und chirurgischen Beobachtungen einen vom Bauchfelle gebildeten Bruchsack gezeigt und besta ttiget haben (ont appris et confirme),
Nach Lassus, Pothologie chirurgicale, Paris 1806. p. 63 . il est certain, que le peritoine forme au nombril un eac herniaire, comme il en forme un pour les hernies de l’aine, mais il est quelquefois t>t mince, et tpllement adherent a l'aponeurose, qui forme la ligne blanche dans le region ombilicale, qu’it 8embie ne point exister. In einem Falle fand er den Bruchsack nicht, weil die Bauchdecken zu fein waren, que nous ne pümes les inciser sans ouvrir
0 Von den Brüchen, Kap. 55. Seite 623 .