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§. 'O.

Diese Vertrocknung des Nabelschnur - Nestes erfolgt aber jederzeit ganz genau bis an jene Grenze, der Rest der Nabelschnur mag langer oder kürzer seyn. Bisweilen kleibt in diesem, durch die Austrocknung durchsichtig gewor­denen Reste der Nabelschnur, ein dünner Streifen des in den Arterien geronnenen und ausgetrockneten Blutes.

§. 11.

Wenn eine Nabelschnur dick und mastig war, fand ich, daß sie faulig oder stinkend wurde, und Haller's Worte: (bl l e m e n t. Pliysiologiae L i b. XX. S e c t. i. H. i.)Particula umbilici relicta abit in sphacelum quasi ambusta, auf sie passen. Vielleicht tragt selbst zum schnelleren und leichteren Austrocknen dieses Nabel­schnur-Restes der Umstand bey, daß er nur mit einer äußerst zarten Oberhaut bedeckt ist. Denn es ist bekannt, das die Oberhaut vorzüglich vor der Austrocknung schützet; welche deshalb auch W. Hunter gar artig mit einem glas­artigen Blättchen verglich. (Meclical Observations and Inquiries, Volume 2.)

§. 12 .

Gleich in den ersten Tagen der Austrocknung des Na­belschnur-Restes erfolgt, rings um diesen Rest der Nabel­schnur, im Endrande der Scheide von der wahren Haut, eine leichte, unbedeutende Entzündung, welche in eine eben so leichte Eiterung übergeht, mittelst welcher eine ringförmige Furche genau in jener Grenzlinie (§. 3.) ent­steht, die durch allmähliges Tieferwerden, endlich den wankend gewordenen Rest der Nabelschnur von den Bauch-