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den 'ganzen Körper ohne allen Zweck verführt werden, und gerade auf dem allerlangstcn Wege an den Ort ihrer Bestimmung. das ist, die Pulmoualarterie, zurückkchrcn. Wer kann diese Anomie glaublich finden? Denn wohin kehren alle übrigen nach der Ausbauchung eiugesaugten Safte zurück? Durch die zwei ductns thoracicos in die Vena cava, keines- weges in die Pulmonal-Venen. Und warum? Um ans dem kürzesten Wege durch die Lungenarterie in die Lungen zur Versorgung mit neuem Orpgen u. s. f. gebracht zu werden. Die Feuchtigkeit im Bezirke der Lungen sollte also ganz allem, eine so höchst sonderbare Ausnahme in Ansehung des Orts ihres Rückflusses machen? Unmöglich!
Wir können uns daher nicht überreden, daß diejenigen, die ein solches Entstehen der Pulmbrrak-Venen wirklich an- nahmen, diesen Umstand beachteten, sondern wir müssen vermuthen. daß er ihnen gänzlich entging. Denn wollten diese Männer ihren Grundsätzen über Entstehung einsaugen- der Blut-Venen getreu bleiben, und keine so offenbare Anomalie statuiren, so mußten sie auch, sobald sie solche Venen an den Lungen vermutheten, solche wenigstens ebenfalls in Neste der Vena cava, nicht in Acste der Vena pulmonal j« gelangen lassen. Nirgends aber fanden wir bis jetzt diese Betrachtungen vorgetragcn.
Endlich, damit bloß praktische Aerzte, die gegenwärtige Ubhandluug lesen, diesem mit unverdrossenem Fleiße bearbeiteten vierten Artikel ihre ganze Aufmerksamkeit schenken, und. nicht etwa glauben mögen, daß auf unnütze Spitzfindig-
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