dem Lebergallengange als einem Stamme sich vereinigen; welcher im 98. §* ferner beschrieben wird.
§. 80.
Betrachtung der Gefäße in der Lebersubstanz ohne Einsprützung.
Jede Art von den Gefäßen der Leber läßt sich selbst noch an der durchschnittenen Mündung ihrer großem Aeste in der Substanz der Leber erkennen, bei gleich großem Durchmesser einer Mündung nämlich ist ausser seiner gelblichen Farbe der Gallengang am dickhäutig/ fien, die Arterie weniger dickhäutig und elastisch, die Pfortader zarthautig, die Verr§ am dünnhäutigsten.
§- 81.
Künstliche Anfüllungen der Gefäße der Leber.
Füllt man in Leichen, die bis zum Tode gesund waren, und nicht mit Krämpfen starben, mit gehöriger Sorgfalt und Vorsicht die Arterien der Leber mit einer feinen , gleichmäßigen Flüßigkeit, z. B. Quecksilber, gefärbtem Terpentinöl, tingirtem oder gefärbtem Leimwasser, oder am allerbesten mit einer gesättigten Auflö- sung von Gummigutt in Wasser, so findet man in der Substanz der Leber kein Stellchen oder Körnchen, welches auch nur die Größe eines Senfkorns hätte, in welchem man nicht offenbar besonders mit Hülfe des Vergrößerungsglases Aestchen dieser Arterie verbreitet sähe.
Füllt man auf gleiche Art die Pfortader an, so findet man gleichfalls kein Körnchen in der Substanz der