Stimme und Sprache.

Taubgebornen, die man nach denselben, als nach Grundsätzen, sprechen lehrte, und die nach denselben gebauten Sprachmaschiuen, welche ganz deutlich und vernehmlich die Buchstaben, Sylben und Wörter dev menschlichen Stimme nachbilden.

Hieraus ist daher auch leicht abzunehmen, wie man solchen Fehlern der Natur oder des Zufalls abzu­helfen hat.

Hieraus wird auch einleuchtend, wie taube Per­sonen durch Betrachtung der Lippen, des Mundes, der Zunge, der Nase, und deö Halses von sprechenden Personen, Buchstaben und Wörter verstehen lernen können.

§. 123.

Veränderung der Stimme mit der Mannbarkeit, und mit den Leidenschaften.

Die Veränderung der Stimme, oder Umstim­mung der Sprachtöne, in den Jahren der Mannbarkeit, aus einer feinen und schwachen, in eine tiefere und stär­kere Stimme, scheiut durch eine Veränderung des Kehlkopfs zu erfolgen.

Diese Veränderung besteht vorzüglichen Erweite- rung und Verzuckerung seiner passiv wlrkcndcwvund in Verstärkung oder Kräftigerwerdung seiner actw wir­kenden muskulösen Theile.

Die Verknöcherung der Knorpel des Kehlkopfs giebt der Stimme einen eigenen hohlen, besonders bal-r lenden, oder auch wohl schnarrenden Ton.

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