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Dicker- Darm.

Rest der Speisen im Mastöarm, der sich leicht erweitem laßt, fast horizontal, folglich in aufrechter Stellung sehr bequem chazu liegt, weilt hier zwölf, bis vier und zwanzig Stunden, oddr so lange, bis er durch seine Schwcre,seincnUmfang,HärteundSchärfezu lästig wird, und den Darm zur Zusammenziehung hinreichend reiht.

Die Zeit des Aufenthalts des Unraths im gesunden Zustande ist verschieden nach dem angebohrnen Grade der Reizbarkeit, nach dem Alter, dem Geschlecht, nach der Gewöhnung, Beschaffenheit der Galle, Verschie­denheit, Beschaffenheit und Menge der Speisen und des Getränks, nach der Consistenz des Unraths.

Je jünger, je empfindlicher, je reizbarer der Mensch, je salziger, je reichlicher, je gewürzhafter die Speisen, je scharfer, salziger das Getränk, je kräf­tiger, je cencentrirter die Galle, je dünner, flüßiger der Unrath, je weniger man sich ans Zurückhalten gewöhnt ' hat, desto früher wird der Mastdarm zur Entladung genöthigt.

Je alter, je unempfindlicher, unreizbarer, je mäßiger der Mensch, je milder, öliger die Nahrungs­mittel sind, je unkräftiger die Galle, je trockener der Unrath ist, desto, später wird der Mastdarm zur Aus­leerung genöthigt.

Nur in kränklichen Personen sah man daher Mo­nate, ja Jahre lallg, den Stuhlgang ausbleiben.

In sechs , acht, - zwölf oder vier und zwanzig Stunden durchwandert die Speise den ganzen Darm­kanal. Längerer Aufenthalt derselben als einen Tag und eine Nacht, oder als vier und zwanzig Stun­den, scheint schon Kränklichkeit.