Magen.

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§ 163-

Warnung gegen den unbedingten Genuß mvdiger Speisen und Getränke.

Ohngeachtet die Erfahrung lehrt, daß Menschen sowohl bloö von Fleisch, als bloö von Pflanzen, so wie von bloßer Milch, oder Molken, oder Käse und Was­ser, oder Brod und Wasser leben können, so wird man bei genauerer Untersuchung dennoch finden, daß, wie schon oben bemerkt worden, bloßer Fleischgenuß, so wie bloßer Pflanzengenuß, eigene, langwierige, wenn auch nicht in kurzer Zeit auffallende, Krankheiten ver­anlaßt, die durch gegenseitige Nahrung als das beste Gegenmittel verhütet, oder als die beste Arznei gehoben werden.

Ohngeachtet man ferner sieht, daß bloö von Fleisch Lebende Thiere sich auch zum Theil an Pflanzennahrung gewöhnen lassen, und daß bloö von Pflanzen lebende Thiere sich auch an Fleischnahrung gewöhnen lassen, so wird man dennoch finden, daß nicht nur bei vorgeleg- lem Futter von beiden Arten, diese Thiere ausschließlich das ihnen natürlichste wieder wählen, sondern auch. Laß jene unnatürliche Nahrung bei ihnen langwierige Krankheiten veranlaßt.

Ohngeachtet man ferner bemerkt, daß Thiere bis­weilen sogar schädliche Nahrung wählen, und sich ver- Aiften, so kann man dennoch im Durchschnitt einen In­stinkt der Thiere annehmen, der sie, so lange es ihnen wenigstens nicht an nützlicher Nahrung, oder an gesun­dem Futter mangelt, richtig und sicher zu der ihnen ge­sunden Nahrung leitet, und von der schädlichen abwendet.