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Wahl, und halt Maas im Essen und Trinken, wie man so überzeugend an jungen, nicht verzogenen Kindern wahrnimmt, denen man beständig in der Wahl und Menge ihrer Nahrung uneingeschränkte Freiheit ließ. Ein Säugling zieht die Milch seiner Mutter oder Amme aller andern Nahrung weit vor, und trinkt nie zu viel, wenn man ihn nicht verwöhnt, oder durch eingezwungene dicke Breye zur Verdünnung derselben, oder durch salzige Suppen zur Milderung derselben, folglich zu übermäßigem Saugen oder Trinken reizte und nöthigte» Ja bei genauerer Beobachtung bemerkt man deutlich eine Abneigung gegen die verdorbene Milch, V. einer zornigen Amme, oder einer Amme, die den periodischen Blurabgang leidet.
Der erwachsene Mensch würde also auch vermurh- lich eine richtige Auswahl ihm zuträglicher, nützlicher Speisen und Getränke treffen, wenn ihn nicht Erziehung verwöhnte, oder miöleikete, und seinem Appetite für die ganze übrige Lebenszeit eine falsche Richtung gäbe, oder Einbildungskraft verführte und reizte.
Allein nur in seltenen und wichtigen Fällen scheint bei den gewöhnlich verwöhnten Menschen die Natur in ihre Rechte einzutreten; daher sicht man diese Menschen nur in Krankheiten der ernsthafteren Stimme der Natur gehorchen, und z.B. fasten, wenn ihnen Eßkust mangelt , oder umgekehrt blos säuerliche Sachen oder blos milde einwickelnde Sachen, oder gegenseitig auch salzige Sachen instinklmaßig verlangen, und mit Wohllust genießen, wenn ihnen solche am zuträglichsten sind.
Da aber die meisten Menschen ihren Landsge?
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