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Magen.

Trockenheit im Munde, auf der Zunge, am Gaumen, und selbst im Magen, welches sich als Verlangen nach Getränk desto heftiger äußert, je länger es unbefriedigt bleibt.

Der Durst, oder das Bedürfniß zu trinken, tritt gewöhnlich schneller, oder früher als der Hunger ein, und wird schon in wenig Stunden unerträglich, beson­ders bey heißer Witterung, nach dem Genuß salziger Speisen, in der Entzündung des Magens, überhaupt in allen hitzigen Fiebern, in der Wassersucht, beyWun- Len des Schlundes, durch welche das Getränk in die Brusthöhle geräth.

Kurz bey allen Gelegenheiten, wo die Absonde­rungen der Lungen, der Haut, des Harns, desSmhl- gangs, des Speichels , u. st st vermehrt werden.

Stillt man daher den Durst nicht, so entstehen Brennen und Bitterkeit im Munde, und drauf gleiche Zufalle als beim Hunger geschildert worden.

Anhaltender Durst nimmt den Gang eines hitzigen Faulfieberö, und tobtet in kürzerer Zeit als der Hunger.

§ 155 -

Stillung des Durstes.

Indem das Getränk z. B- bloßes Wasser, dem Blute die abgehende Flüßigkeit ersetzt, mindert es seine Scharfe; indem zwischen die Blutkügelchen tritt, sie von der Berührung und Anziehung abhält, die Lymphe verdünnt, flüssig, und leicht beweglich macht, dieSalze auflöst und stumpft, bewirkt es, daß Lie Theilchen, die unnütz geworden, leichter weggeschaffr werden können.