Magen.
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tralorgan im Mittelpunkte des Körpers in Kindern liegt, zu welchen das Herz, die lungcn, das Hirn mehr oder weniger vollkommene oder unvollkommene Sinnorgane, mehrere, wenigere oder gar keine Gliedmassen, gleichsam als reichlichere oder sparsamere Zugaben gehörten.
, Nach dem Grade der Verschiedenheit des Baues der Magen aber müssen auch nothwendig die Wirkungen desselben verschieden seyn.
Daher laßt sich begreifen, daß für den Menschen gerade das Gift ist, was für andere Thierc die nützlichste Nahrung abgiebt.
So ist Schierling, Bilsenkraut, Euphorbium, Nieswurz Gift für den Menschen, hingegen giebt Schierling fürs Rindvieh und Haafen, Bilsenkraut für Schweine, Euphorbium für Ziegen, Nieswurz für Wachteln, unschädliche Nahrung.
Ein Hund ertragt so viel Opium, als einen Menschen tödten würde.
Hingegen vertragt ein Hund nicht so viel Jalappen- harz oder Brechnuß (Krahencürgen) als ein Mensch.
Bittere Mandeln, die dem Menschen nichts schaden, sind Gift für Hunde und andere kleine Vögel. Petersilien ist Gift für Papageyen. —
Alle diese Substanzen scheinen den Magen, Änd durch den Magen den übrigen Körper zu rodren.
So reicht eine Portion Viperugift, die in eine Hautwunde gebracht, ein Thier zuverläßigttödtek, noch nicht hin, um ihm einen rnerklichen Schaden zuzufügen, wenn sie in den Magen kommt.
Der Magen wirkt im ncugebohrnen Kinde so früh