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Milz.

Der Vordere Rand der Milz ist besonders nach unren zu scharfer, und bald seichter, bald tiefer einger kerbt, so daß bisweilen die Milz dadurch wie in Lappen getheilt aussieht.

Der Hintere Rand der Milz ist oberhalb am stumpfsten.

Das Obere Ende der Milz ist wulstig und dicklicher.

Das Untere Ende der Milz ist stumpffpihig ab­gerundet.

Die Lange der Milz übertrifft die Breite, und die Breite die Dicke.

Bisweilen hat die Milz fast die Gestalt der Menschlichen Zunge. Bisweilen ist sie fast rundlich .-im Umfang bisweilen hingegen fast dreyeckig.

§ 50 .

.Confistenz der Milz.

Die Milz ist das weichste, zarteste, schwammigste Eingeweide des Unterleibes, so leicht zerreißbar, daß schon ein mäßiger Fingerdruck sie zerstört.

Strotzt die Milz vom Blute bey leerem Magen, oder ist sie größer , so ist sie zugleich weicher; ist sie hingegen bey vollem Magen kleiner und blutleerer, so ist sie zugleich harter»

§- 5 r «

Blutgefäße und Saugadern der Milz.

Die Hanplürtene der Milz ist im i68* §. der Gefäßlehre beschrieben;

die Nebenarterien. die dm Häuten der Milz ge-