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Stimme und Sprache.
hiebei erhebenden oder senkenden Zunge an irgend einen Theil der Mundhöhle, ertönen oder sich vernehmen lassen , daher die Verschiedenheit zwischen den Selbstlau- tern bloß von der Verschiedenheit der Größe des Kanals abhangt, den die Zunge und die Lippen der Stimme gestatten.
§- 115*
Mitlautes
Andere dieser Buchstaben heissen Mitlauter —* besser gedampfte oder beschränkte Selbstlauter weil jeder von ihnen einen Selbstlauter zum Grunde, entweder am Anfänge oder am Ende, har> aber durch ein Anstossen der Zunge an irgend einen Theil in der Mundhöhle oder durch ein Anlegen der Zunge an die Lippen oder an die Zahne u.s. f. verändert wird. Folglich ist ein Mitlauter ein mit verschiedener Einschränkung oder Dämpfung ertönender Selbstlauter. Daher kann man zwar von jedem Mitlauter deutlich den ihm zum Grunde liegenden Selbstlauter angeben oder ertönen lassen, aber nicht umgekehrt das Mittönende des Mitlaurers ohne den Selbstlauter.
§. n6.
Eigenheiten der Mitlauter bei gewissen Völkern.
Diese Buchstaben oder Sprach-Elemente sind zwar, was die Selbstlauter anbetrift, fast bei allen Völkern, was hingegen die MitlaUter anbetrift- nur bei den meisten Völkern oder in den meisten lebenden Sprachen ziemlich einerlei, — denn einige Völker ha^