Stimme und Sprache.

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Deshalb bemüht man sich bei kleinen oder nicht freien Lungen durch kräftiges Einathmen die Stimme zu verstärken.

Deshalb wird die Stimme bei Lungensüchtigen desto schwächer, je mehr ihre Lungen durch die Eiterung aufgezehrr werden, oder schwinden.

§. I0Y.

Hoher Ton.

Zu einem hohen Tone, oder Discanttone< ober feinen Tone , gehört eine enge und stark gekannte Stimmritze, damit die Luft in der nämlichen Zeit mit mehreren Wellen sowohl durch die enge Oeffnung der Stimmritze dringe, als an den stark gespannten Bän­dern der Stimmritze vorbei streiche, und durch beides mehrere Schwingungen erhalte.

Deshglb wird zu einer hohen Stimme der ganze Kehlkopf um so mehr in die Höhe und vorwärts gezogen, als der Ton höher seyn soll. Zur Hervorbringung der höchsten Töne wird selbst das Haupt zurück gebeugt, um dadurch theils die Wirkung der den Kehlkopf in die Höhe ziehenden Muskeln zu unterstützen, theils den Kehlkopf und die ganze Luftröhre so viel möglich durch'6 in die Länge Ziehen zu verengern.

Dieses Hinausziehen de« Kehlkopfs betragt fast einen halben Zoll für eine Octave.

Die Richtigkeit dieser Säße beweisen: Das Gefühl indem ein an den Kehlkopf gelegter Finger bei hohen Tönen die Hinaufziehung desselben deutlich wahr- nimmt; die anatomische Untersuchung vortrefflicher

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