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A t h m e n.

Daher gähnt man im Halberwachen aus dem Schlafe - nach einer bis zum Keuchen gekommenen Leibesbewegung - nach einer Ermüdung - beim Hun­ger, der auf starke Bewegung in kalter Luft folgt - in der Fieberkalte - auch, wie es scheint, beim Reize eines zähen Schleims in dem Rachen und Schlunde.

Neugeborne Kinder gähnen bei den ersten Athem- zügen.

Das Gähnen schafft aber doch dem Körper weni­gere Erleichterung, und hilft weniger gegen Schlaferig- keit, als andere Muskelbewegung, wenn e§ auch gleich die Hantausdünsiung befördert.

Ein langes Einathmen macht dem Gähnen ein Ende, weil es die Lungen hinlänglich frei macht.

Daß ein Gähnender mehrere gähnen macht, liegt wohl in einer gemeinschaftlichen Ursache.

Kinder gähnen häufiger, als Erwachsene, weil ste schlaferiger sind, auch leichter ermüden.

§. 84 ,

Husten.

Wird irgend ein Theil der Luftröhre gereizt, oder ist der Schleim, der sie überzieht, zu häufig, oder wird der Zwerchmuökelnerve gereizt, oder wird der Schleim der Luftröhre scharf, so wird Las System des Athmens zum Husten genöthigt, oder zur Wegschaf­fung des Reizes, oder des Schleims, oder des Eiters, oder eines fremden in die Luftröhre gerarhenen Körpers mittelst heftiger und starker Ausathmungen, denen starke Einathmungen vorhergehen.

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