A t h m e n.
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Engbrüstige seufzen daher oft.
Immer ist das Seufzen eine Bemühung, dem Blute durch die Lungen fort zu helfen. Es beschleunigt den Puls, erleichtert den Kreislauf, und ist deshalb meist nicht unangenehm.
§- 83-
Gähnen.
Beim GähNM (Hojahnen - Oscillatio) ist die Einathmung gewöhnlich noch langsamer, anhaltender und starker; und die Ausathmung stark, langsam, und von einem eigenen Tone begleitet.
Die Oeffnung des Mundes und Auseinanderdehnung des Kiefergelenks ist so stark, daß sogar durch Erweiterung des Knorpeltheils der Ohrtrompete die äussere Luft in die Paukenhöhle kommt, welche zum Theil die Wirkung des Paukenfells vernichtet, folglich das Hören wahrend dem Gähnen hindert.
Bisweilen schließt eS sich mit einem Seufzen.
Beim Gähnen kann man daher entweder das Einathmen, oder das Ausathmen, vorzüglich wirken lassen.
Vor dem Gähnen ist der Kreislauf des Bluts durch die Lungen langsamer; dem daher entstehenden Gefühle einer Schwere, Unbehaglichkeit und Schlafe- rigkeit, sucht man folglich durch eine starke Einathmung, die den Kreislauf des Bluts durch die Lungen beschleunigt , abzuhelfen.
Die meisten entfernten Ursachen des Gähnens verrathen eine gewisse Schwäche.
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