A t h m e n.
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vermehrt, so, daß es nicht frei genug aus der Lungenkammer einströmen kann: so muß auch die Zahl und Stärke der Einathmungen vermehrt werden, um dadurch dem Blute sortzuhelfen.
Wird hingegen in Fiebern das Herz zu schnellem und häufigem Zusammenziehungen gereizt, ohne daß dabei sich Hindernisse in den Lungen finden, so nimmt zwar die Zahl der Pulse, aber nicht die Zahl der Ach- mungen zu.
Und umgekehrt können wir das Athmen verlängern, während daß der Puls fast einerlei bleibt.
Beschwerlichkeiten beim Athmen verrathen, dar Anstrengen, das Keuchen, das Seufzen, und dar Gähnen.
§. 80. - Anftrengen.
Beim Anstrengen - Anstemmen - (Nixus) z. B. Heben, Ziehen, Tragen, tu s. f. ist die Einathmung stark und anhaltend; der Zwerchmuskel wird daher stark nach unten gezogen, wahrend daß die Bauchmuskeln die Ausathmung zu bewirken sich bemühen, dieselbe aber nicht zu Stande bringen können, weil ihnen der Zwerchmuskel entgegen wirkt, auch die Stimmritze dicht geschlossen ist.
Um nämlich mehrere Kraft mit unfern Armen oder Füßen zu äußern, befestigen wir soviel als möglich den Rumpf des Körpers durch diejenigen Muskeln, welche den Rückgrath strecken, grrade erhalten, und Brust, Bauch und Becken am Vorwärtsweichen hin-