66

A t h m e n.

digkeit zum Herzen, als in einen leeren Raum, zurück eilt.

2) Das Arhmen hilft die Bluttheilchen inniger mischen.

3) Das Athmen verdichtet das Blut durch Ab­sonderung eines wässerigen Dunstes, so, daß der Rest specifisch schwerer wird.

4) Das Athmen unterstützt durch ein abwechseln­des sanftes Pressen der Eingeweide des Unterleibes auch den Blutlauf im Unterleibe, und alle Absonderungen und Ausscheidungen im Unterleibe und Becken. Es wirkt kräftig mit bei der Fortbewegung der Speisen, beim Harnlassen, beim Stuhlgange, beim Gebühren, u. s.f.; rrnd leistet alles, was bei Betrachtung der Wirkung des Zwerchmuskels und der Bauchmuskeln geschildert wird.

5) Da das Blut, was eben im Begriffe ist, durch die Lungen Zuströmen, von beiden Seiten die Ströme frischen Nahrungösaftes durch die beiden Stamme der Saugadern (Ductu« thoracici) zugeführt bekommt, und mit dieser Menge frischen Saftes bereichert, sich durch die ganzen Lungen hin in die feinsten Aederchen vertheilt: so wird schon hier sehr innig der Nahrungssaft mit dem Blute vermischt; ja, das Ausathmen kann auch schon hier manches Unnütze oder Schad-. liche, was eingesogen und dem Blute beigemischt wor­den ist, gleichsam auf dem kürzesten Wege wieder weg­schaffen. Daher verrathen sich manche genossene Spei­sen so offenbar und schnell durch den nach ihnen riechen­den Athem.

6 } Das Einathmen insbesondere hilft zum Riechen;

>