Ausathmen. 63
Hohlvenensystcms oder selbst die Lungenkammer des Herzens, wie traurige Falle bewiesen haben.
Daher wird bei lange anhaltendem Ausathmen der Puls klein und geschwind, weil nämlich die Aorte weniger Blut bekommt.
Daher sterben Thiere im luftleeren Raume, weil ihre Lungen durch die entzogene Luft verdichtet, solide, und schwerer als Wasser werden.
Daher tobtet bisweilen der Blitz, indem er den Lungen die Luft zu gewaltsam entreißt.
Daher tödtem eingeathmete giftige Dampfe, hi* dem sie die feinem Luftröhrenaste reißen, und gewaltsam zusammenziehen.
Daher tobtet in den Brusthöhlen zwischen den Brustfellsacken und den Lungen, befindliches Wasser oder Blut, indem es die zusammengepreßren Lungen an der Ausdehnung hindert.
Daher tobtet zu langes Weilen unter dem Wasser, indem es den Eintritt der Luft versagt, folglich die Lungen an der Vergrößerung oder nörhigen Ausdehnung hindert.
Um also den durch die Lungenarterien ankommen- den Blutwellen mittelst einer Vergrößerung Platz zu schaffen, wird das Einathmen zum Leben unumgänglich norhwendig^, und um die in die Lungen eingelassenen Blutwellen wieder forkzufchaffen, wird wieder das Ausathmen nothw endig.
Denn sowohl die Lungen, die im Einathmen , als die im Ausathmen bleiben, machen, daß man durch Hemmung des Kreislaufs des Blutes stirbt. Kein