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Wenn die Lungen durch die ekntretende Luft, oder durch das Einathmen, vergröffert werden, so können sie auch mehreres Blut aufnehmen; und umgekehrt, wenn sie durch die austretende Luft, oder durch das Auöathmen, verkleinert werden, so wird auch mehreres Blut aus ihnen zurück gepreßt.
Eine solche Vergrößerung und Verkleinerung der Lungen kann aber ohne Veränderung der Brusthöhle- das ist, ohne Veränderung des Zwerchmuskels und des Thorax'S, nicht geschehen.
§. 60.
Wirkung des Zwerchmuekels zum AthmeN.
Der sehr bewegliche, vorzüglich reizbare Zwerchmuskel nämlich , von dessen Veränderung die Veränderung der Grösse der Brusthöhlen, und somit die Grösse der Lungen aöhangt, erweitert — wenn er wirkt — die Brusthöhlen zum Einathmen um so viel, als er die Bauchhöhle verengt, indem er nämlich alle Eingeweide des Unterleibes preßt, sie nach Unten, vorne, und zum Theil nach aussen treibt, die Bauchdecken spannt, seine Sehne abwartö zieht, und sie flacher macht, somit auch die aufihn gehefteten Brustfellsacke UnterwartS und rückwärts zieht, die Brusifcheidewande spannt, und die senkrechten Durchmesser der Brusthöhlen ansehnlich vergröffert.
Der Schlund, der zwischen den Lendenzipstln des ZwerchmuökelS liegt, wird hiebei zusammen geschnürt, so, daß wahrend dem Einathmen nichts aus dem Magen zurück kommen kann.
Sömmerring Emgeweidlehrs, D