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Schilddrüse.
genug, gesehen worden sind, in die Luftröhre, zur Befeuchtung derselben, ausführte. — Luft sollte bisweilen durch diese Gänge beim Anstrengen, z. B. bei der Geburt, eindringen, und eine Windgeschwulst in dieser Gegend verursachen. — Allein dazu liegt sie nicht bequem genug. Auch ist ohnehin die Luftröhre reichlich mit offenbaren Schleimdrüsen versehen. Vermuthlich sah man irrig einige Aeste ihrer Blutgefässe für solche Gänge an.
Man vermuthete, sie sondere einen Saft ab, der durch bis jetzt verborgene Gange in den Schlund, oder ins blinde Loch der Zunge geführt würde: — Allein offenbar liegt sie dazu noch unbequemer.
Man verglich stein dieser Hinsicht mit der Vorsteherdrüse. — Allein man findet sie doch allemal weit weicher.
Man vermuthete, sie halte einen Saft zurück, den sie nachher in die Venen brächte. —- Allein diese Idee hat nichts analoges in der Oekonomie des menschlichen Körpers für sich.
Man verglich sie mit der Milz. — Allein ber Bau ist doch zu sehr verschieden.
Man vermuthete, daß sie durch ihre Weichheit, verbunden mit ihrer Dicke, den Untern Theil des Kehlkopfs und den Obern Theil der Luftröhre vor der Kälte der äuffern Luft, und andern Beschädigungen schützte, und den Schildknorpel, den Ringknorpel, und den Anfang der -Luftröhre durch ihren Saft für zu frühem Steifwerden schützte.
Man vermuthete, daß sie die Stimme mäßigen oder dämpfen helfe, wenn sie durch die auf ihr liegen-