xn
V
att so genau das Verhaltniß des Baues zu den Verrichtungen zu erforschen suchte, als beim Auge.
Ich habe mich daher bemüht, den Mittelweg zu halten, und deshalb jedes Eingeweide zuerst im passiven, leblosen, oder todten Zustande betrachtet, dann im activen, thatigen, lebenden, belebten, oder lebendigen Zustande.
Stellt man folglich die Betrachtungen der todten Eingeweide zusammen, so hat man, und zwar noch genauer als gewöhnlich, dasjenige, was man gemeiniglich Anatomie unschicklich genug nennt. Stellt man die Betrachtungen der leben- ^ bigen Eingeweide zusammen, so hat man das, was man gemerniglich Physiologie, noch unschicklicher, nennt.
Durchaus habe ich einen regelmäßigen, fe- » sien Gang des Vortrags einzuhalten gesucht, und gehe deshalb stuffenweise vom leichtesten zum schwersten, vom einfachsten zum zusammengesetztesten, vom grobsinnlichen bis zum feinsten, fast übersinnlichen, blos durch den Verstand erreichbaren über.
Ich betrachte folglich ein Eingeweide zuerst im Allgemeinen in seiner natürlichen, absoluten Lage, darin in Rücksicht seiner Nachbarschaft, oder relativen Lage, und Befestigung ; dann yerausge- nomniene einzelne für sich, erst gröber, oder ober- fiachiger, dann feiner, tiefer, eindringendev, soweit Einsprützung, Messer, Vergrößerungsglas, Einwässerung, und andere Handgriffe reichen. ■