XI
Man sieht aus diesem sich widersprechenden Verfahren, daß man keine festen Grundsätze bei dieser Abtheilung befolgte.
Ist denn der Bau der Hand, des Fußes, nicht so fein, so mannichfaltig, so zusammengesetzt, so ^bewunderungswürdig, als nur immer der Bau des Ohrs oder des Auges? Sind die Wirkungen der Hände nicht so schnell, so wichtig, als die des Ohrs oder des AügeS?
Ich weiß zwar wohl, daß viele Schriftsteller beim Bau des Ohrs und vorzüglich des Auges, in solche Begeisterung der Natur oder des Schöpfers gerathen, daß man glauben sollte, der Bau der Hand sey gröber, unbedeutender, weniger kunstreich, weniger bewunderungswürdig.
Darf ich mir einige Kenntniß dieser Theite Zutrauen, so muß ich gestehen: ich finde die Hand eben so fein, eben so zusammengesetzt, eben so bewunderungswürdig, als das Auge.
Denn ich gehe von dem Gedanken aus: das Auge ist Auge, die Hand ist Hand.
Man kann sich für solchen unphilosophischen Einseitigkeiten nicht genug hüten.
Will man durchaus vergleichen, nun so vergleiche man Thieraugen untereinander und mit Menschenaugen, oder Menschenaugen untereinander.
, Gewiß würde die mechanische Lehre, die wir jetzt nur noch stückweise erkennen, der Triumph des menschlichen'Verstandes seyn, wenn man über-
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