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Das je$t und sonst war der Hauptpunkt, um den sich alles in der Frage drehte, und scheint mir noch immer gerade die vorzüglichste Veranlassung zur Aufstellung derselben gewesen zu seyn.

Hr. P. Köler dagegen giebt der Frage eine andere Gestalt, und drückt sie so aus:

Warum sind die Brüche bei der Jugend in den Dörfern so häufig?

Diese abgeänderte Stellung der Frage veran­laßt also auch einen sehr wesentlichen Unterschied zwischen seiner und meiner Beantwortung.

Seiner Stellung der Frage gemäß nämlich theilt er die Ursachen der Brüche in Gelegenheitsursa­chen und vorbereitende Ursachen.

Als Getegenheits- oder gelegenheitliche Ursa­chen der Brüche bei der Jugend in den Dörfern seht er folgende an:

Die unvorsichtige Behandlung der zarten Klei­nen, von Seiten ihrer Mütter, die großentheils ihre Hände nur zu schwerer und grober Arbeit abgerich­tet und abgehärtet zu haben pflegen.

Das enge und feste Wickeln der Neugebohrnen.

Die Ungeschicklichkeit und die Vorurtheile der Hebammen, und besonders das unzeitige Ziehen an der Nabelschnur.

Das Tragen der jüngern Kinder von altern Kindern.