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gend des Nabels besonders schwach wäre, ist eine eitle, ungegründete, bloß in der Einbildung beste­hende Furcht.

Und wäre wirklich diese Gegend schwach, so wird sie jedoch wahrlich nicht durch die Nabelbinde, die man doch endlich weglegt, gestärkt, sondern höchstens nur geschützt werden können.

Kurz, ich finde auch nicht den allermindesten Nutzen, im Gegentheil die bedenklichsten Folgen, die Gefahr eines Leistenbruchs, von unnöthiger, überflüssiger Anlegung einer nur einigermaßen fest den Leib umzingelnden Nabelbinde.

Ich berufe mich nicht gern auf Thiere, allem in diesem Fall operirt doch wahrlich die Natur beim Menschen vollkommen auf die gleiche Art, wie bei Thieren, wie man sich so leicht durch eigene Augen davon täglich überzeugen kann.

Kurz man zeige: daß daö ganze Geschäft der Absonderung und des Abfallens des Nestes der Nabelschnur, der Natur allein überlassen, und sel­bige nicht durch eine zu geschäftige, nur Nachtheil bringende Vorsorge gestört werden solle.

Auf gleiche Art rücke man in eben diese Kalen­der, Noth - oder Hülfsbücher, Bibeln , und Gebet- und Meßbücher, die gründlichsten faßlich­sten Beweise von der Schädlichkeit und Gefährlich^

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