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Allerhand zufällige äußere Gewaltthätigkeiten, als Stöße, Quetschungen, Verwundungen u. f. f.

Vorliebe des gemeinen Mannes zu drastischen Mitteln,

bei der Jugend in den Dörfern jezt öfter vorkämen als sonst, habe ich bisher wenigstens weder durch eigene Beobachtung, noch durch Nachfragen er­fahren können.

Endlich, daß es zu befürchten sey, daß durch das Ueberhandnehmen der Brüche, aus allen den angeführten Ursachen, sogar eine erbliche Anlage dazu bei der Jugend in den Dörfern entstehen könnte, ließe sich durch manche Gründe dc? besten Schrift­steller über diese Materie vertheidigen.

So sagt H. H. Ri ch ter: *) Es ist unläug- bar, daß die pradisponirende Ursache der Brüche zuweilen erblich ist ich habe gesehen, daß Kin­der, deren Eltern Brüche hatten, von freyen Stük- ken, und ohne alle äußere Ursache, Brüche beka­men. Am wahrscheinlichsten ist es wohl, daß diese erbliche Ursache in einer angebohrnen Schlaffheit und Schwache, der intereffirten Theile, besteht, " u. s. f.

Desgleichen H. H. B l u m e n b a ch: **)Was jezt wenigstens, wohl als die wichtigste Causa prae-

*) S. 25. **) S. 130.