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muthet, diese Gattungen Brüche seyen jezt gemeiner als sonst.

Zweitens: Glaube ich, um allen Einwürfen irgend einer Einseitigkeit zu entgehen, bemerken zu müssen; daß wirklich die Erfahrungen sämtlicher Wundärzte und Aerzte, sowohl in unserer Gegend, als überhaupt in und außer Deutschland, darinn übereinkommen, daß seit ohngefahr zehn bis zwan­zig Jahren Brüche bei der Jugend in den Dörfern weit gemeiner sind als sonst?

Ich weiß zwar wohl, daß durch die Verdienste neuerer Wundärzte und akademischen Lehrer, ganz insbesondere aber durch das unübertrefliche, un­schätzbare Werk des H. Hofrath Richters von den Brüchen, Göttingen 1778», wovon die ver, mehrte Ausgabe 1785. erschien, und durch dessen jedem Wundärzte unentbehrliche chirurgische Biblio­thek; so wie durch H. Hofrath WriöbergS lehrreiche Observationes anatomicae , de testicu­lorum ex abdomine in serotum descensu, Goet- tingae 1779; durch H. Hofrath Blumenbachs Schilderung der Ursachen der bei der Jugend in der Schweiz so häufigen Brüche, in seiner medicinischen Bibliothek, i. Band, p. 725, welche Abhandlung sich auch in Richters chirurgischen Bibliothek im 8ten Bande, p. 142. befindet; durch dessen schöne Abbildung, die den Durchgang der Geilen durch