Dicker Darm." 355
menziehenden Mastdarms eine lange Zeit widerstehen, und nichts herauslassen.
Die Haut uni den After ist gemeiniglich dunkler, als dre übrige Haut des Hintern, mit vielen deutlichen Schmalzdrüßchcn versehen, im männlichen Geschlechte mit Haaren beseht, im weiblchen Geschlecht' hingegen gewöhnlich kahl,
Betrachtung des lebendigen Dicken Darms.
§. 24 $-
Wirkung des Dicken Darms.
Der Dicke Darm dient, überhaupt genommen, zur lehren Bearbeitung der Speisen, zur Einsaugung der in ihnen noch bestrMchLn Nahrnngstheilchcn, zur Ansammlung des zu Unrach werdenden Restes der Speisen , und besonders sein Endstück oder der Mastdarm zur Austreibung des Unraths.
Daß der Dicke Darm wie der Dünne Darm einsaugt, lehren überzeugend verschiedene Clystiere, z. B. Rhabarber in Clystieren eingebracht, färbt den Urin gelb, Campher, Knoblauch u.s.f. theilen ihren Geruch bald darauf der Lungenausdünstung mir, geistige Sachen berauschen oder nehmen den Kovf ein.
Daß sogenannte ernährende Clystiere aber (z.B. bei Wunden deö Schlundes u. dergl.) den menschlichen Körper kaum einige Wochen, höchstens einige Monate lang, kümmerlich ernähren, ist sehr begreiflich; die Lebenskraft des Dicken Darms wirkt nicht nur anders auf die Speisen, als die Lebenskraft deö Schlundes,
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