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Dicker Darm.

gefüllt, so senkt es sich tiefer hinab, und scheint länger, ist es hingegen leer, liegt es höher, und scheint kür­zer.

Ist das Quecrstück angeftrllt, so senkt es sich, wegen seines langen Gekröses, bis zum Nabel, ja wohl bis ins Becken herunter; oder ist dies Queerstück länger als gewöhnlich, so bildet es einen mit der Höhlung aufwärts gerichteten Bogen, oder es krünnnt sich wie- Lerholtemale, oder es liegt gar dreimal parallel über­einander.

Ist das Linke Stück sehr ausgedehnt, oder an sick- ungewöhnlich lang, so erstreckt es sich bisweilen bis zur Gallenblase hinauf.

Ist das Endstück oder der Mastdarm gefüllt, so ist ein kleineres, kürzeres Stück desselben im Becken enthalten, als wenn es sich leer hinabschlängelt, und deshalb langer erscheint. Ist die Harnblase, oder der Uterus gefüllt, so liegt weniger vom Mastdarm im Becken, als wenn Harnblase und Uterus leer sind.

Wären die Arterien des Dicken Darms in ihren Hauptästen beständiger, und erreichten diese Aeste den Rand des Darms, ohne vorher bogenförmig zusam­men zu münden, so würden selbige vielleicht die Grenzen dieser Stücke genauer bestimmen.

Nimmt man den Dicken Darm aus dem Körper, so verschwindet (ausser dem unverändert bleibenden Blinden Stücke und wurmförmigen Stücke) jede Spur einer natürlichen Grenze, indem nun der Darm als ein langgestrecktes, unabgefehres Rohr erscheint.