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Dünner Darm.

An einer solchen gereizten Stelle entsteht ringsum eine Vertiefung, gerade als wenn der Darm, durch ein umgelegtes Band, zusammengeschnürt worden wäre.

Gewöhnlich theilt sich ein solcher, an einer Stelle angebrachter Reiz, der nächsten Stelle somit, daß sich Liese nun auch zusammenzieht.

Diese Reizbarkeit, oder diese Regung der Lebens­kraft des Dünnen Darmes, zeigt sich, noch eine Zeit­lang nach dem Tode, ja selbst noch an ausgeschnittenen, kalt gewordenen Därmen, säst so lange, wo nicht län­ger als am Herzen (in Hunden und Kaßen bis vier und zwanzig Stunden lang nach dem Tode).

Diese Bewegung des Darmes ist ganz unwillkühr- lich und kann daher geradezu, oder direkt durch un­fern Willen weder beschleunigt, noch verlangsamert werden.

Schneidet man einem lebendigen Thiere ein Stück Darm aus, so wendet sich, durch diese Kraft von selbst, an beiden Enden um, doch mehr am obern.

Da vom Anfang des Dünnen Darms gegen den Dicken Darm oder gegen sein Ende hin, die Muskelfa­sern allmählig schwächer werden, so scheint auch die wurmförmige Bewegung am Ansangöstücke des Dünnen Darms am kräftigsten, und gegen das Ende hin schwacher.

Die gewöhnlichen, oder natürlichen Reize, für Len menschlichen Dünnen Darm sind; der aus dem Ma­gen kommende Speisenbrei, die aus diesem Speisenbrei entwickelte Luft, Gasart oder Blähung, und die im Zwölffiugerstücke hinzugeflossene Galle. ^

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