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Bei allen Krankheiten, sie mögen allgemeine Krankheiten seyn, und ein ganzes System betreffen, z. B. nach starkemBlutverlust, oder sie mögen nur einenTheil des Kopfs, des Rumpfs, oder der Gliedmassen betreffen, leidet daher der Magen mehr oder weniger mit, und so- Lange sich der Zustand des Magens nicht bessert, bessert - sich auch die Gesundheit nicht.

In den meisten Krankheiten von einiger Bedeutung, bezeichnet daher der Zustand des Magens den Anfang, den Fortgang, die Zunahme, Abnahme, und Nach­lassung, kurz den Hauptgang der Krankheit.

Daher gilt selbst im gemeinen Leben, die wieder­kehrende Eßlust, in Fiebern, und fast in den meisten wich­tigsten Krankheiten, für ein sicheres Zeichen von Besse­rung, weil sie verrath, daß sich nun der Magen seinem gesunden Zustande nähert.

Die Redensarten: Mir ist nicht wohl; Mir ist Übel, die doch gewöhnlich im Grunde nur den Zustand des Magens bezeichnen, verrathen, daß man den Ma­gen gleichsam für das eigentliche körperliche Ich nimmt.

Indessen bewirken dieselben Krankheitsursachen, nach dem verschiedenen Zustande des Magens, ganz verschiedene Zufälle: leidet der Magen an Unverdaulich­keit, oder ist er mit Unreinigkeiten angefüllt, so werden alle beträchtliche Verwundungen an den, von ihm, ent­ferntesten Theilen des Körpers weit gefährlicher, ist er hingegen gesund, so vertragt er selbst angegangenesFleisch, und macht es gleichsam durch seinen Saft wieder frisch.

Befindet sich, wahrend starker Eiterungen an den Gliedmassen, zufällig eine unverdaute Speise im Magen,

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