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Magen.
§- nV'
Sympathie des Magens mit andern Theilen im Allgemeinen.
Der Magen stimmet mit allen übrigen Therlen des Körpers, sowohl im gesunden als kranken Zustande, mehr als irgend ein anderer Theil, das Hirn ausge- ^ ^ t nommen, zusammen.
■ Ist die Wirksamkeit des Magens vermindert, so
•«.; vermindern sich in andern Theilen Empfindung undBe-
wegung, nach Vcrhatniß ihrer größeren oder kleineren Entfernung von ihrn.
Ist der Magen in Ordnung, und wohl, so ist der ganze Mensch heiter und wohl.
Ist der Magen hingegen irr Unordnung, nichtwohl, so spürt man einen merklichen Abgang an Leibes-und Geisteskräften z. B. bei der Unverdaulichkeit, beim Eckel.
Ist der Magen verwundet, so leidet die Verdauung und dadurch der ganze Mensch.
Ja ein Schlag auf den Magen kann plözlich tödten.
Von dem verschiedenen Zustand des Magens scheint eö unter andern mit abzuhangen, daß man Wärme und Kalte der Luft, daß mal! gewisse Speisen und gewisse Getränke besser oder schlechter vertragt, daß man mehr oder weniger durch Empfindung geleitet, oder durch Leidenschaften getrieben wird.
Da der Magen an allem, was im Körper vorgeht, den auffallendsten, lebhaftesten, thatigsten Antheil nimmt, so wird er auch leichter als irgend ein anderes Organ angegriffen und in Unordnung verseht.