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Magen.
angebohrnen unvermeidlichen Anlage zuschreibt, weil man nicht wahrnimmt, daß Kinder, so lange als sie blos an der Brust der Mutter saugen, von ihr befreit bleiben; weil mttn nicht wahrnimmt, daß sie unter Um? standen eine unausbleibliche, wiewohl langsame, an, fangö kaum merkliche Folge einer Speise oder eines Ge, tränke ist, die man in aller Unschuld, aus bloßer Mode, ohne den mindesten Verdacht zu schöpfen, genießt. Das Gewahrwerden dieses Nachtheils aber wird um jo verwickelter und schwerer, wenn man fast jedermann diese Nahrung genießen, aber nicht gerade auch ber Jedermann dieselbe fürchterliche Wirkung hcrvorbringen steht, wenn es der Beobachtung entgeht, daß diejeni- gen, bei denen diese Nahrung jene Wirkung nicht äus- sert, eben so häufig, wo nicht noch häufiger, aber eben so unwissend als zufällig ein anderes Nahrungsmittel dazwischen genießen, welches als das ^kräftigste Gegenmittel , die schädlichen Wirkungen des erstern gänzlich verhütet.
Noch verwickelter und schwerer wird die Ausmittelung dieser wahren Ursache einer solchen Krankheit, wen» man ganze Provinzen und Länder von dieser Krankheit befreit, und doch das gleiche Nahrungsmittel eben so häufig dort genießen sieht, indem man nicht weiß, oder nicht bedenkt, daß schon daö Wasser, welches man zur Bereitung des modigen Nahrungsmittels anwendet, solche Theile mit sich führt, welche jene schädliche Wirkung verhüten.
Nehmen wir die martervolle Krankheit deö Steins, der Nieren und der Harnblase zum Beispiel.