L46 Magen.
rralsrgan im Mittelpunkte des Körpers in Kindern liegt, zu welchen das Herz, die Lungen, das Hirn mehr oder weniger vollkommene oder unvollkommene Sinnorgane, mehrere, wenigere oder gar keine Gliedmassen, gleichsam als reichlichere oder sparsamere Zugaben gehörten.
Nach dem Grade der Verschiedenheit des Baues der Mägen aber müssen auch nochwendig die Wirkungen desselben verschieden seyn.
Daher läßt sich begreifen, daß für den Menschen gerade das Gift ist, was für andere Thiere die nützlichste Nahrung abgkebt.
So ist Schierling, Bilsenkraut, Euphorbium, Nieswurz Gift für den Menschen, hingegen gieöt Schierling fürs Rindvieh und Haasen, Bilsenkraut für Schweine, Euphorbium für Ziegen, Nieswurz für Wachteln, unschädliche Nahrung.
Ein Hund erträgt so viel Opium, als einen Menschen rödren würde.
Hingegen verträgt ein Hund nicht so viel Jalappen- harz oder Brechnuß (Krahenangcn) als ein Mensch.
Bittere Mandeln, die dem Menschen nichts schaden, sind Gift für Hunde und aridere kleine Vögel. Petersilien ist Gift für Papageyen. —
Alle diese Substanzen scheinen den Magen, und durch den Magen den übrigen Körper zu tödten.
So reicht eine Portion Viperugift, die in eine Hautwunde geb^ra^t, ein Thier zuverlaßig (ödret, noch nicht hm^ MPW^emen merklichen Schaden zuzufügen, wenn sie in den Magen kommt.
Der Magen wirkt im neugebohrnen Kinde so früh