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Betrachtung des lebendigen Magens.

§. 148 -

Wichtigkeit des Magens in der thierischen Oekonvmre. Der Magen scheint eins der wesentlichsten Organe nicht nur des menschlichen, sondern überhaupt^deS thierischen Körpers, ans folgenden Gründen zu seyn: ' Ohne Magen kennt man schlechterdings kein einzi­ges Thier; hingegen kennt man wahre Thiere, z. B. die sogenannte Polypen, oder Pffanzenrhiere, die ohne Gliedmassen, ohne ein sichtliches Sinnorgan, ohne Hirn, ohne Lungen, ohne Herz, ohne andere Eingeweide existiren, und größrentheils nur Magen sind. ^ Selbst beim Menschen können fast die nämlichen Theile fehlen, ohne daß seine Existenz, oder sein bloßes Leben dadurch aufhörte. So sieht man Menschen, Lenen nicht nur die vier Gliedmassen, sondern fast alle Sinnrrgane, wenigstens Augen, Ohren, Nase nnd Zunge fehlen; so sicht man ohrre alles Hirn gebohrne Kinder, Tagelang, nicht nur leben, sondern sogar schreyen und saugen; selbst in erwachsenen Menschen findet man das Hirn, ohne Verlust des Lebens, durch einen Knochenauswuchs, fast gänzlich weggedrückr und vernichtet; so sieht man oft die Lungen größtemheils zerstört und verschwunden; so sieht man Kinder ohne eigentliches Herz lebendig gebohren werden; so sieht man nicht selten die Harnwerkzeuge fast durchaus verdorben und zerstört; so findet man nicht nur den ganzen dicken Darm, sondern selbst einen beträchtlichen Theil des dünnen Darms bei den sogenannten Koch fisteln gleich,

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