22 L Magen.

§- 135-

Dicke des Magens.

In ganz gesunden, starken Männern ist der Magen gleich auf den ersten Blick dicker, fleischiger, elastischer Lunkelfärbiger, undurchsichtiger, kurz durchaus stärker. .

In gesunden, aber doch schwächlichen Männern ist er dünner, häutiger, schlaffer, blasser, durchsichtiger kurz durchaus schwächer.

In den meisten bis zum Tode gesund gewesenen werblichen Leichen, ist er im Dr r rchscyn ltt-schwächer als in männlichen.

Seine Dicke beträgt alsdann selbst bey einer mäßi­gen Anfüllung, oder Ausdehnung eine halbe Linie.

Ueber diesen Umstand darf man nicht nach siechen Leichen, oder nach Körpern, die an Krankheiten litten, sondernjnur nach plötzlich,unversehens umgebrachten,oder im Kriege auf der Stelle gebliebenen, Ertrunkenen oder sonst bis zum letzten Lebenshauche völlig gesund gewese- nen urtheilen, weil fast kein Glied, kein Organ des Körpers an federn^Leiden ^ es-^ E rp rr^rmd der Seel e soviel Antheil nimmt, als der Magen.

Außer jenen traurigen Gelegenheiten, sieht man fast keinen gesunden Magen^ denn selbst die Magen von Hingerichteten Miff ethafe ru - oLer Unschuldigen sind mehr oder weniger krank.

§. 136.

Zusammensetzung deö Magens im Allgemeinen.

Der Magen besteht ganz offenbar, ans vier deutlich verschiedenen, durch Zellstoff aneinander gehefteten, Schichten oder Hauten.

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